effes Ziele
Die Mitglieder des effes setzen sich dafür ein, dass:
- die Menschenwürde jedes Kindes geschützt und die Entwicklung seiner Individualität gefördert werden,
- die Grundrechte Basis aller Bildung und Erziehung sind,
- Kinder und Jugendliche befähigt werden, in Verantwortung für sich und andere in der Gesellschaft tätig zu werden.
Das erfordert, dass:
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sich Bildung und Erziehung an den Fähigkeiten und Bedürfnissen des einzelnen Kindes und Jugendlichen orientieren; Lehrpläne und Programme sollen darauf ausgerichtet sein,
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Kindern und Jugendlichen der gleichberechtigte Zugang zu einer Vielfalt von Bildungsangeboten - auch in freier Trägerschaft - offen steht,
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in den Bildungseinrichtungen kulturelle und ethische Werte so gelebt werden, dass Kinder und Jugendliche im Dialog mit Eltern und Lehrer/innen ihre Persönlichkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein frei entwickeln können,
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in den Bildungssystemen Europas die Wahlfreiheit der Eltern entsprechend ihren religiösen, weltanschaulichen und erzieherischen Überzeugungen gewährleistet sowie ethnische und kulturelle Besonderheiten geschützt und respektiert werden,
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in den Bildungseinrichtungen Demokratie als Voraussetzung der Demokratisierung der Gesellschaft geübt wird,
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das bürgerschaftliche Engagement für Bildung in allen Ländern Europas gestärkt und die erforderliche pädagogische, organisatorische und wirtschaftliche Freiheit von Bildungseinrichtungen gewährleistet wird,
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die Ausbildung der Lehrer/innen diesen Erfordernissen entspricht.
effe pursues its aims in line with the UN-Child Rights Convention of 20.11.1989. According to this Convention on the Rights of the Child, each child has the right to be respected as an individual personality and has the right to self-determination. In all measures taken in relation to the child the best interests of that child must take priority, (see also Art. 24 of the European Charter of Fundamental Human Rights). This is an obligatory criterion for the education systems of Europe.
Bochum (Germany), 30.10.2005
Unser Leitmotiv
Wir leben heute in Europa in gesellschaftlichen Zusammenhängen, die einerseits früher kaum vorstellbare Freiheiten zur Individualisierung von Lebensentwürfen und Lebensstilen eröffnen - andererseits aber jedem Menschen ein früher ebenfalls unbekanntes Maß an Verantwortung für sich selbst, sein unmittelbares soziales Umfeld und die Gesellschaft abverlangen. Bildung in einem erweiterten Sinn bekommt hier eine zentrale Bedeutung.
Gemeint ist: Persönlichkeitsbildung. Sie umfasst Wissen und Bewusstsein, selbstkritische Ich-Stärke und Empathie, ethische und politische Verantwortlichkeit, ästhetisches Empfinden, Erfahrung und die Fähigkeit zur Antizipation, Entscheidungs- und Handlungsbereitschaft. Eine solche Bildung ist die entscheidende Voraussetzung für das Bewältigen von Unbestimmtheiten und Unordnungen.
Sie wird im privaten und öffentlichen Leben immer mehr gebraucht.
Freiheit als Leitmotiv
Jedes Kind hat ein unverletzliches Recht auf Entwicklung und Entfaltung. Dieses Recht gründet sich auf die menschenrechtliche Tatsache, dass "der Mensch zentrales Subjekt der Entwicklung" überhaupt ist (United Nations Declaration of 4.12.1986).
Der Bildungsprozess soll in diesem Sinne dadurch bestimmt sein, dass er dem Kind in seinem konkreten sozialen und kulturellen Umkreis zur Verwirklichung dieses Rechts auf Entwicklung und Entfaltung verhilft. Das Bildungswesen kann diesen Anspruch jedoch nur einlösen, wenn es selbst aus dem Geist der Freiheit und Verantwortung gestaltet ist. Oder: Der geschützte Raum dieser inneren Freiheit bedarf der äußeren Freiheiten, die als Rahmenbedingung formal zu gewährleisten sind.
Freiheit im Bildungswesen lässt sich nicht verordnen. Über Freiheit kann man aufklären. Am überzeugendsten aber sind Erfahrungen von Freiheit. In guten Schulen lassen sich vor allem folgende Erfahrungen beobachten:
Die erste Erfahrung lässt sich in dem Satz zusammenfassen: "Ich darf ganz von mir aus tätig sein." Sie führt zu dem Gefühl der Freiheit als Selbstentfaltung. Schon kleine Kinder suchen und genießen dieses Gefühl und Jugendliche erst recht.
Die zweite Erfahrung von Freiheit, die Kinder und Erwachsene zusammen oder je für sich erleben können, ist die Freiheit zur Zusammenarbeit, die sich in den Worten ausdrückt: "Wir dürfen gemeinsam die Formen unserer Arbeit entwickeln."
Die dritte wesentliche Erfahrung ist die Freiheit des Helfens und Schenkens. Sie liegt in dem Satz: "Ich darf dir helfen zu tun, was du willst."
Und alle diese Freiheiten beinhalten immer auch Verantwortung; individuelle Freiheit und Verantwortung für die Gemeinschaft fallen zusammen.




